Home
home
Einleitung Anmerkung Boote Routen Bücher Bilder-Galerien Presse Neuigkeiten Impressum


Anmerkungen zum Bildband von E.-J. Koch

Ich danke Elga für ihre Geduld und Mitarbeit. Kein Bild wurde ohne ihren Rat und ihre Vorschläge, ohne ihre Kritik und ihre Ermutigung fertiggestellt. Ihr Fotoarchiv benutzte ich oft. Aber die Motive ihrer Fotografien habe ich nur dann gemalt, wenn sie sich mit meiner Erinnerung deckten. Meine Bilder zeigen keine Wirklichkeit. In der Erinnerung werden sie Wahrnehmungen räumlicher und zeitlicher Beziehungen. Ich fasse Landschaften zusammen, betone Einzelheiten oder lasse sie weg. Das geologische Geschehen, die erdgeschichtlichen Spuren versuche ich festzuhalten, aber auch meinen Glauben oder den anderer Menschen.

Ich schreibe in den folgenden Texten oft "wir" EIga und ich sind gemeint. "Wir" bedeutet aber auch, dass sich der Betrachter in unser Erleben einbezogen fühle.

Eine Besucherin sagte: "Ihre Bilder sind wie Märchen. Und was Sie dazu sagen, müssen Sie aufschreiben." Das ist geschehen. Ich schreibe Gedanken, die ich aus der Zeit des Erlebens behalten habe, und Überzeugungen, die ich beim Malen gewinne. Ein paar Fakten kommen dazu.

Stehe ich jenen Menschen gegenüber, die meine Arbeit klassifizieren wollen, so bin ich ratlos. Manchmal hing die Art meines Malens von der schwierigen Beschaffung von Farben, Leinwand und Pinseln hier auf der Insel ab. Ich konnte in Details schwelgen, wenn ich kleine Pinsel bekommen hatte oder nicht, wenn sie verbraucht waren. Außerdem gehöre ich keiner Künstlergemeinschaft an, folge keiner Ideologie. In die Übervielfalt unseres Zeitgeschehens muss aber - so meint man heute - eine Zuordnung gegeben sein - man muss wissen, wo man steht. Fragen die Besucher vorsichtig, welcher "Schule" oder "Richtung" ich anhänge, schweige ich beharrlich. Merken Sie, dass ich ihre Frage nicht ernsthaft beantworten kann, dass sich da ein Käfig öffnet?

Die Gitter des Käfigs sind mit Spiegeln versehen. Wir betrachten uns darin gern, ohne die Zerrbilder wahr-zunehmen. Zur Natur müssen wir durch unsere Zerr- und Spiegelbilder hindurchgehen - wenn's möglich ist. Bis auf einen Teil der Karibischen Erinnerungen sind die Bilder in der zeitlichen Folge unserer Reisen geordnet. Damit ist keine Reisebeschreibung beabsichtigt.

Die Bilder sind unverkäuflich. Der Erlös ihrer Ausstellungen dient caritativen Zwecken. < zurück

Kommentar  Ihr Kommentar


Seitenanfang   zurueck home